Die Zahl oben ist gemessen, nicht aus einer Einstellungsdatei gelesen: Der Browser löst für jedes tatsächlich angezeigte Bild einen requestAnimationFrame-Callback aus, und der Median des Abstands zwischen den Callbacks ergibt Ihre aktive Bildwiederholrate. Dieser Unterschied zählt — ich habe eine Woche lang mit 60 Hz auf einem nagelneuen 144-Hz-Monitor gespielt, weil Windows nach einem Treiber-Update stillschweigend auf 60 zurückgefallen war, und nichts am Bild schrie „Fehler“. Unten: was die Bildwiederholrate wirklich steuert, warum der gemessene Wert vom Datenblatt abweichen kann, und wie Sie die Rate freischalten, für die Sie bezahlt haben.
Was die Bildwiederholrate wirklich bedeutet
Die Bildwiederholrate gibt an, wie oft pro Sekunde Ihr Display das gesamte Bild neu zeichnet, gemessen in Hertz. Ein 60-Hz-Panel zeichnet alle ~16,7 ms neu, ein 144-Hz-Panel alle ~6,9 ms, ein 240-Hz-Panel alle ~4,2 ms. Sie ist eine Eigenschaft der gesamten Anzeigekette — Panel, Kabel, GPU-Ausgang und Betriebssystem-Einstellung zusammen — weshalb die aktive Rate stillschweigend niedriger sein kann als die Zahl auf dem Datenblatt.
Bildwiederholrate ist nicht Bildrate (fps). Das Display zeichnet in festem Takt neu, egal ob die GPU ein neues Bild fertig hat. Ein Spiel mit 47 fps auf einem 144-Hz-Monitor aktualisiert trotzdem 144-mal pro Sekunde — manche Aktualisierungen wiederholen nur das vorherige Bild (oder zeigen ohne Vsync zwei zerrissene). Variable Bildwiederholraten (VRR) wie G-Sync und FreeSync existieren genau dafür: Das Panel wartet auf die GPU.
Wie diese Seite misst
Der Test fordert vom Browser bei jedem angezeigten Bild einen Animations-Callback an, verwirft die ersten ~20 Aufwärm-Frames (Seitenaufbau und JIT-Rauschen) und misst dann 240 Frame-Intervalle. Die Hauptzahl ist 1000 / Median, gerundet auf eine übliche Panel-Rate (60, 75, 120, 144, 165, 240…), wenn sie innerhalb von 4 % liegt — denn ein gesundes „143,9 Hz“ auf einem 144-Hz-Panel ist Messrauschen, kein langsamerer Monitor. Der Rohwert bleibt in der Detailtabelle sichtbar.
Die Kennzahl verspätete Frames zählt Intervalle, die mindestens das 1,5-Fache des Medians dauerten — Bilder, die der Browser verpasst hat. Auf einem unbelasteten Rechner sollte sie nahe 0 % liegen. Ein hoher Wert bedeutet meist CPU-/ GPU-Last, kein Display-Problem.
60 Hz auf einem High-Refresh-Monitor gemessen? Prüfen Sie in dieser Reihenfolge
- Anzeigeeinstellung des Betriebssystems. Windows: Einstellungen → System → Anzeige → Erweiterte Anzeige → Aktualisierungsrate. macOS: Systemeinstellungen → Displays. Das ist in den meisten Fällen die Ursache — hohe Raten sind selten die Standardeinstellung.
- Das Kabel. HDMI 1.4 kann kein 1440p mit 144 Hz übertragen; viele Monitore erreichen ihre volle Rate nur über DisplayPort. Wenn das Dropdown die hohe Rate gar nicht anbietet, verdächtigen Sie zuerst Kabel oder Anschluss.
- Energieprofil des Laptops. Stromsparmodi drosseln ein 120-Hz-Panel häufig auf 60 Hz. Netzteil anschließen oder die dynamische Bildwiederholrate deaktivieren.
- Mehrere Monitore. Das Browserfenster übernimmt die Rate des Displays, auf dem es liegt. Ziehen Sie diesen Tab auf den zu testenden Monitor und messen Sie erneut.
- Drosselung durch Browser oder System. Energiesparmodus und manche Compositor-Einstellungen begrenzen das Rendering unter die Panel-Rate, selbst wenn alles korrekt konfiguriert ist.
Bringen mehr Hz wirklich etwas?
Den Sprung von 60 auf 120 Hz nimmt fast jeder wahr: Scrollen, Mausbewegung und Fensterziehen wirken sichtbar flüssiger — deshalb haben sich 120-Hz-Panels bei Flaggschiff-Smartphones durchgesetzt. 120 → 240 Hz fällt vor allem bei schneller Bewegungsverfolgung auf: Kompetitive Spieler profitieren messbar, Büroarbeit nicht. Jenseits von 240 Hz schrumpft der Gewinn auf Latenzmargen, die auf E-Sport-Niveau zählen. Beim Hardwarekauf gilt: Ein gutes 144-Hz-Panel ist 2026 für die meisten der beste Kompromiss.
Die Bildwiederholrate wirkt mit den übrigen Eigenschaften Ihres Displays zusammen: Auflösung und Pixeldichte bestimmen, wie scharf jedes dieser Bilder ist. Prüfen Sie Ihre Bildschirmauflösung und das Pixelverhältnis zusätzlich zum Hz-Wert — und wenn sich Bewegung trotz bestätigter hoher Rate schlecht anfühlt, messen Sie Ihre Netzwerklatenz — in Online-Spielen ist „Lag“ weit häufiger Netzwerk- als Display-Verzögerung.